Netzlauscher

Mention Alternative: Was Mention-Nutzer jetzt wissen sollten

Von Henning Hock · zuletzt geprüft am 4. November 2026 · ca. 8 Minuten Lesezeit

Kurz gesagt

Laut offizieller Mention-Hilfe wird Mention seit dem 1. Juli 2026 nicht mehr als eigenständiges Produkt verkauft. Nachfolger ist Agorapulse Listening, das nur über den Vertrieb erhältlich ist, ohne veröffentlichten Preis. Bestehende Kundinnen und Kunden können ihren aktuellen Tarif laut Hilfe behalten. Wer wechseln will, findet mit Netzlauscher eine Alternative zum Festpreis von 99 € im Monat inklusive MwSt., monatlich kündbar, mit Servern in Frankfurt am Main.

Was für Netzlauscher spricht

Welches passt zu Ihnen?

Unsere Empfehlung

Netzlauscher, wenn …

  • Sie nach Mention ein schlankes Werkzeug für eine Marke suchen, das Sie ohne Vertriebsgespräch selbst buchen
  • Ihnen ein Euro-Festpreis, monatliche Kündbarkeit und Server in Frankfurt wichtig sind
  • ein täglicher, geprüfter Überblick über Presse, Blogs, Foren und Bewertungen reicht
Netzlauscher starten – 99 €/Monat

Agorapulse Listening, wenn …

  • Sie Facebook, Instagram, TikTok, LinkedIn oder Reddit direkt und gezielt beobachten müssen
  • Sie ohnehin Agorapulse nutzen und Listening als Add-on ergänzen möchten
  • Sie bis zu 24 Monate historische Daten oder mehrere Zugänge im Team brauchen

Die kurze Antwort

Mention ist nicht verschwunden, wird aber nicht mehr einzeln verkauft. Laut der offiziellen Mention-Hilfe (Artikel vom 29. September 2026) gilt: „As of July 1, 2026, Mention is no longer sold as a standalone product.“ Nachfolger ist Agorapulse Listening, gekauft wird über den Vertrieb.

Wenn Sie bisher Mention nutzen, müssen Sie nicht sofort handeln: Bestehende Kundinnen und Kunden können ihren aktuellen Tarif laut derselben Hilfeseite behalten. Wer trotzdem wechseln möchte oder ein neues Werkzeug sucht, hat drei Wege: zu Agorapulse Listening, zu einem anderen Social-Listening-Tool oder zu einem schlankeren Markenmonitoring wie Netzlauscher. Diese Seite hilft bei der Entscheidung.

Was mit Mention passiert ist

Mention gehört zu Agorapulse. Laut den Mention-AGB ist die Agorapulse SAS mit Sitz in Paris Inhaberin der Marke Mention.

Die Mention-Hilfe beschreibt die Umstellung so:

  • Kein Einzelverkauf mehr: Seit dem 1. Juli 2026 wird Mention nicht mehr als eigenständiges Produkt verkauft.
  • Nachfolger Agorapulse Listening: Es ist als Add-on zu den Agorapulse-Tarifen Advanced oder Tailored erhältlich oder als eigenes Paket. Alle Käufe laufen über das Vertriebsteam.
  • Alte Tarife: Solo, Pro, Pro Plus, Company und Company Lite führt die Hilfe als Legacy-Tarife. Sie sind nicht mehr buchbar.
  • Bestandskunden: Wer Mention bereits nutzt, kann den aktuellen Tarif behalten.

Auf der Mention-Preisseite ist nur noch der Tarif „Company“ zu sehen. Ein Preis steht dort nicht, sichtbar ist lediglich der Hinweis auf zwei Gratismonate bei Jahreszahlung. Faktisch ist der Preis also auf Anfrage.

Was das für bestehende Mention-Nutzer bedeutet

Belegt ist nur das, was die Hilfeseite sagt: Ihr bestehender Tarif bleibt nutzbar. Ob und wann sich daran etwas ändert, steht dort nicht. Dazu machen wir deshalb keine Aussage. Wenn Sie Planungssicherheit brauchen, fragen Sie direkt bei Mention bzw. Agorapulse nach.

Für einige Situationen hat die Umstellung trotzdem praktische Folgen:

  • Sie wollen den Tarif ändern, etwa mehr Alerts oder einen kleineren Umfang. Da die alten Tarife nicht mehr buchbar sind, führt der Weg laut Hilfe zu Agorapulse Listening und damit zum Vertrieb.
  • Ein neues Team oder eine neue Marke soll dazukommen. Auch hier gibt es kein Mention-Einzelprodukt mehr zum Selbstbuchen.
  • Ihr Vertrag läuft aus, und Sie wollen ohnehin neu vergleichen. Für den Legacy-Tarif Company nennt die Hilfe eine ausschließlich jährliche Abrechnung. Prüfen Sie Ihr Verlängerungsdatum rechtzeitig.

Was Agorapulse Listening bietet

Fair ist es, zuerst den direkten Nachfolger anzuschauen. Laut Mention-Hilfe erfasst Agorapulse Listening Facebook, Instagram, YouTube, X, LinkedIn, Reddit, TikTok, News, Foren und das Web und bietet bis zu 24 Monate historische Daten. Die Preisseite nennt zusätzlich Pinterest, Blogs und mehr als 75 Bewertungsportale sowie Stimmungsanalyse („Sentiment analysis and trend identification“).

Das ist eine breite Abdeckung, besonders bei sozialen Netzwerken. Und wer Agorapulse bereits für die Planung und Veröffentlichung von Beiträgen nutzt, hat Listening und Social-Media-Management unter einem Dach. Limits, Preise und Nutzerzahlen für Agorapulse Listening sind nicht veröffentlicht. Diese Punkte klären Sie im Gespräch mit dem Vertrieb.

Agorapulse Listening und Netzlauscher im Vergleich

Verglichen wird der Nachfolger, wie ihn die offiziellen Mention-Seiten beschreiben, mit dem Netzlauscher-Abo. Wo wir keine Angabe gefunden haben, steht „keine Angabe“. Das heißt nicht, dass eine Funktion fehlt.

Mention / Agorapulse Listening Netzlauscher
Buchbarkeit nur über den Vertrieb, als Add-on zu Agorapulse Advanced/Tailored oder als eigenes Paket selbst online buchbar
Preis kein öffentlicher Preis 99 € pro Monat inkl. 19 % MwSt. (83,19 € netto)
Vertragslaufzeit keine Angabe für Listening; Legacy Company nur jährlich monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit
Testphase Button „Start a free trial“, Dauer nicht angegeben keine
Umfang keine Angabe 1 Marke mit bis zu 8 weiteren Schreibweisen, Produkt- oder Personennamen
Nutzer keine Angabe 1, keine Teamzugänge
Aktualisierung keine Angabe einmal täglich, manuell höchstens einmal pro Stunde
Soziale Netzwerke direkt genannt: Facebook, Instagram, YouTube, X, LinkedIn, Reddit, TikTok, Pinterest nur öffentlich über Suchmaschinen Auffindbares
Weitere Quellen News, Foren, Web, Blogs, 75+ Bewertungsportale Presse, Blogs, Ratgeber, Foren, Bewertungsseiten, Videos, GDELT, Hacker News
Historische Daten bis zu 24 Monate bis zu 12 Monate beim ersten Suchlauf
Stimmungsanalyse ja ja (positiv, neutral, kritisch)
Deutsche Oberfläche keine Angabe ja
Vertragspartner Agorapulse SAS, Paris* firststars GmbH, Berlin
Serverstandort keine Angabe Frankfurt am Main (KI-Auswertung: Anthropic, USA)
Export, Team, API keine Angabe nein

Stand: 4. November 2026, Angaben laut Anbieterwebsites; Preise können sich ändern.

* Die AGB konnten wir nur über einen Suchmaschinen-Auszug lesen. Ein anderer Abschnitt nennt eine Mention-Gesellschaft, ebenfalls mit Sitz in Paris. Klären Sie den Vertragspartner vor Abschluss direkt mit dem Anbieter.

Wo Agorapulse Listening vorne liegt

Bei der Abdeckung sozialer Netzwerke und beim Rückblick ist der Mention-Nachfolger laut Anbieterangaben breiter aufgestellt als Netzlauscher. Wer Instagram, TikTok oder Reddit gezielt beobachten muss, braucht ein Werkzeug mit direktem Plattformzugang. Netzlauscher erfasst dort nur, was öffentlich über Suchmaschinen auffindbar ist.

Auch für Teams, die Listening und Social-Media-Management gemeinsam betreiben, ist ein Add-on zum bestehenden Agorapulse-Tarif naheliegend. Außerdem zeigt die Mention-Preisseite einen Button für einen kostenlosen Test. Netzlauscher bietet keine Testphase.

Wo Netzlauscher vorne liegt

Netzlauscher ist bewusst schmaler. Der Preis steht öffentlich auf der Seite, Sie buchen selbst und können monatlich kündigen. Eine KI liest Ihre Website und schlägt Markenname, Schreibweisen, Produktnamen und bis zu zehn Suchanfragen vor. Sie prüfen und bestätigen, und der erste Suchlauf sucht bis zu zwölf Monate zurück.

Jede Fundstelle wird abgerufen. Kommt Ihr Name dort nicht vor, fällt sie heraus. Danach prüft die KI, ob wirklich Ihre Marke gemeint ist, sortiert Namensvettern und Ihre eigenen Seiten aus und ordnet Kategorie, Stimmung, grobe Reichweite und Erscheinungsdatum zu, mit einer Zusammenfassung in einem Satz. Alles ist auf Deutsch, die Server stehen in Frankfurt am Main, Vertragspartner ist die firststars GmbH in Berlin. Die KI-Auswertung läuft über Anthropic in den USA auf Grundlage der EU-Standardvertragsklauseln. Einzelheiten finden Sie unter Funktionen und Preise, einen Eindruck vom Dashboard in der Demo.

Was Netzlauscher nicht kann

Netzlauscher bietet keinen Echtzeit-Alarm, sondern sucht einmal täglich. Es gibt keine Wettbewerberbeobachtung als Funktion, keinen PDF- oder Excel-Export, keine Teamzugänge, keine Schnittstelle (API) und keine Anbindung an Slack oder Teams. Sie können nicht aus dem Tool heraus antworten, Hashtags und Influencer werden nicht analysiert, und die Reichweite wird nur grob eingeschätzt (groß, mittel, klein). Eine Vollständigkeitsgarantie gibt es nicht, und die KI-Bewertung kann im Einzelfall danebenliegen.

Wenn Sie Mention vor allem für Social-Media-Tiefe, Echtzeit oder die Arbeit im Team genutzt haben, ist Netzlauscher deshalb nicht der passende Ersatz.

Weitere Mention-Alternativen

Neben Agorapulse Listening und Netzlauscher kommen Tools mit veröffentlichten Preisen in Frage. Alle drei bieten laut eigenen Angaben eine Stimmungsanalyse und eine Testphase.

Brand24 nennt Facebook, Instagram, X, Reddit, LinkedIn, YouTube, TikTok und weitere Netzwerke sowie News, Blogs, Bewertungen, Newsletter und Podcasts als Quellen. Der Einstieg liegt bei $249 bei monatlicher Zahlung oder $199 pro Monat bei Jahreszahlung, mit 3 Keywords, 2.000 Erwähnungen pro Monat und 14 Tagen Test ohne Kreditkarte (Preisseite). Den ausführlichen Vergleich finden Sie unter Brand24-Alternative.

Awario startet laut Preisseite bei $29 pro Monat bei jährlicher oder $49 bei monatlicher Abrechnung, mit 3 Topics, 30.000 neuen Erwähnungen pro Monat und einem Nutzer. Die Feature-Seite nennt unter anderem Reddit, Instagram, X, Facebook, YouTube und News.

Determ (ehemals Mediatoolkit) weist Preise auch in Euro aus: €299 bei monatlicher Zahlung oder €249 pro Monat bei Jahreszahlung, mit unbegrenzten Nutzern und Keywords sowie fünf Tagen Test ohne Kreditkarte (Preisseite). Anbieter ist die Determ d.o.o. in Zagreb (Datenschutzerklärung).

Bei allen drei kommen gegebenenfalls Steuern hinzu, Dollarpreise rechnen wir bewusst nicht in Euro um. Diese und weitere Anbieter vergleichen wir in der Übersicht der Social-Listening-Tools. Falls Ihnen ein kostenloser Dienst genügt, lesen Sie unsere Seite zur Google-Alerts-Alternative.

Checkliste für den Wechsel

Bevor Sie ein neues Werkzeug einrichten, lohnt sich eine halbe Stunde Vorbereitung. Diese Punkte gelten unabhängig davon, wohin Sie wechseln:

  1. Suchbegriffe notieren. Schreiben Sie auf, welche Alerts Sie angelegt haben: Markennamen, Schreibweisen, Produktnamen, Ausschlussbegriffe und Spracheinstellungen. Das ist Ihr Abgleich für das neue Tool.
  2. Wichtige Erwähnungen sichern. Prüfen Sie in Ihrem Konto oder beim Anbieter, welche Möglichkeiten es gibt, Berichte oder einzelne Fundstellen aufzubewahren. Mindestens die Links zu wichtigen Artikeln und Bewertungen sollten Sie selbst ablegen.
  3. Laufzeit und Kündigungsfrist prüfen. Schauen Sie in Ihre Vertragsunterlagen, wann der aktuelle Zeitraum endet und bis wann Sie kündigen müssen.
  4. Abläufe dokumentieren. Wer bekommt heute welche Benachrichtigungen? Gibt es Weiterleitungen, Berichte für die Geschäftsführung oder Anbindungen an andere Programme?
  5. Anforderungen klären. Brauchen Sie direkten Zugriff auf soziale Netzwerke, Echtzeit, mehrere Zugänge oder Exporte? Daran entscheidet sich, welches Werkzeug passt.
  6. Datenschutz abstimmen. Klären Sie mit Ihrer Datenschutzbeauftragten oder Ihrem Datenschutzbeauftragten Vertragspartner, Serverstandort und Auftragsverarbeitung des neuen Anbieters.
  7. Kurz parallel laufen lassen. Wenn möglich, nutzen Sie das alte und das neue Werkzeug einige Tage gleichzeitig und vergleichen Sie die Treffer.

Bei Netzlauscher müssen Sie Ihre alten Suchbegriffe nicht eins zu eins übertragen. Die KI macht aus Ihrer Website einen Vorschlag, den Sie mit Ihrer Liste abgleichen und ergänzen können.

Für wen sich der Wechsel zu Netzlauscher lohnt

Angenommen, ein Handwerksbetrieb hat Mention bisher genutzt, um Presseberichte, Forenbeiträge und Bewertungen zu finden, und schaut einmal am Tag hinein. Für diesen Fall bringt ein Vertriebsgespräch über ein Listening-Paket wenig. Ein täglicher, geprüfter Überblick zum Festpreis passt besser.

Netzlauscher eignet sich für kleine und mittlere Unternehmen, Selbstständige und Agenturen, die eine Marke im Blick behalten wollen, ohne sich in ein komplexes Werkzeug einzuarbeiten. Wer dagegen soziale Netzwerke tief und in Echtzeit beobachten muss, ist bei Agorapulse Listening oder einem der anderen genannten Tools besser aufgehoben.

Häufige Fragen

Kann ich mit Netzlauscher mehrere Marken beobachten, so wie mit mehreren Alerts?

Ein Netzlauscher-Abo umfasst eine Marke mit bis zu acht weiteren Schreibweisen, Produkt- oder Personennamen. Wenn Sie mehrere Marken beobachten möchten, etwa als Agentur, sprechen Sie uns an. Eine eigene Funktion zur Wettbewerberbeobachtung gibt es nicht.

Wie schnell sehe ich nach dem Wechsel erste Ergebnisse?

Nach der Einrichtung startet der erste Suchlauf. Er dauert ein bis drei Minuten und sucht bis zu zwölf Monate zurück. Danach sucht Netzlauscher einmal täglich und schickt morgens eine E-Mail, wenn es Neues gibt.

Findet Netzlauscher auch Erwähnungen auf Instagram, TikTok oder LinkedIn?

Nur, soweit Beiträge dort öffentlich über Suchmaschinen auffindbar sind. Netzlauscher greift nicht direkt auf die Schnittstellen dieser Plattformen zu. Private Profile, geschlossene Gruppen und Messenger erreicht Netzlauscher nicht.

Gibt es bei Netzlauscher eine Testphase?

Nein, es gibt weder eine kostenlose Testphase noch einen Gratis-Tarif. Dafür ist das Abo monatlich kündbar, ohne Mindestlaufzeit. Wie das Dashboard aussieht, können Sie sich vorab in der Demo ansehen.

Hören Sie, was über Ihr Unternehmen gesagt wird

Website eintragen, Abo abschließen – wenige Minuten später sehen Sie, wo im Netz über Sie geschrieben wird. 99 € im Monat inkl. MwSt., monatlich kündbar.